Jahreslosung 2009


"Durch die Gnade Gottes bin ich, was ich bin." (1 Kor 15,10)

Liebe Schwestern und Brüder,

Taufbecken in der Matthias-Basilika Trierein kraftvolles Wort des Völkerapostels Paulus begleitet die Wallfahrt 2009. Der Begriff "Gnade" ist aus der Verkündigung nicht wegzudenken. Aber, was ist damit gemeint? Da gibt es einiges zu klären. Im Paulusjahr wollen wir diesem zentralen Wort nachgehen. Dabei wird uns auch die Gestalt und die Botschaft des Paulus beschäftigen. Seine Gedanken und sein Nachdenken über den Glauben sind bis auf den heutigen Tag maßgebend. Nach jeder Lesung aus einem seiner Briefe sagen wir. Wort des lebendigen Gottes. Gott spricht durch diesen Menschen bis auf den heutigen Tag. (...)

Das Bild zeigt das neue Taufbecken in der Matthiasbasilika. Hier ist der Ort, an dem Gottes Gnade das Neue Leben schenkt. Hier beginnt unsere Geschichte mit Gott. Für die meisten von uns waren es die Eltern, die die Taufe veranlasst haben. Was hat die Gnade Gottes aus uns gemacht? Was ist überhaupt "Gnade"? Paulus hat da seine eigene Geschichte. Wie ein Blitz traf ihn die überwältigende Liebe Gottes, damals vor Damaskus. So kann er später den Satz sagen: "Was ich jetzt bin, das verdanke ich der Gnade, dem Wohlwollen, der Barmherzigkeit Gottes."

Wir stehen im Paulusjahr, das Papst Benedikt XVI. am 29. Juni 2008 eröffnet hat. Paulus hat die Botschaft Jesu für seine damalige Welt verständlich gemacht. Seine Bekehrung und Berufung zum Apostel umschreibt er mit dem Begriff "Gnade". Damit meint er das unverdiente Geschenk, dass er trotz seiner Vergangenheit von Gott in den Dienst der Verkündigung gerufen wird. Haben wir ein lebendiges Bewusstsein von der Gnade, die uns in der Taufe geschenkt wurde? Käme es uns in den Sinn, die Worte des Paulus auf uns zu beziehen? Als Christen dürfen wir uns die Überzeugung des Paulus zu eigen machen. "Wir sind befreit zum Leben aus Gottes Liebe", so singen wir im Matthiaslied. Kommt diese Überzeugung in unserem alltäglichen Leben vor? Das Wort des Paulus soll uns auf der Wallfahrt dazu herausfordern, Nachfragen bei uns selbst zu stellen.

Mit lieben Grüßen
Br. Hubert


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